Naturnaher Landbau

Eine grüne Oase in der Trockensavanne

Das Saatgut: Ein Zeichen für unsere Projekte. Es spiegelt die Fruchtbarkeit wider, die unsere Arbeit mit sich bringt.

Weltkarte Projektidee

  • Förderung der Artenvielfalt
  • Bekämpfung der Wüstenbildung
  • Erarbeitung von Bewirtschaftungsmethoden
  • Erarbeitung von Anbaumethoden

Weltkarte Ansatz

  • Ökologisch/ökonomisch „nützliche“ Pflanzen
  • Pflanzen gefährdeter/gesundheitsfördernder Arten
  • Rückzugsort für Vögel und Tiere
  • Verwendung natürlicher Materialien/Baustoffe

Weltkarte Bisherige Aktivitäten

  • 2017: Pflanzen von Zitrus- & Moringabäumen
  • 2016: Solarpumpe zur Bewässerung
  • 2016: Fertigstellung der Umzäunung
  • 2016: Pflanzung von Bäumen und Sträuchern
  • 2015: Brunnenbohrung in 70m Tiefe

Weltkarte Ausblick

  • Aufforstung der umliegenden Dörfer
  • Pflanzen von 100 Bäumen pro Jahr
  • Ausbildung der lokalen Bevölkerung
  • Ausbau zu einem ökologischen Zentrum
  • Bau von Wirtschaftsgebäuden und Unterkünften

Das Ökozentrum bzw. der naturnahe Landbau ist unser jüngstes Projekt. In der Nähe der Stadt Ouahigouya haben wir 2,5 Hektar Land erworben, das bisher saheltypisch rot aussah. Ein paar Strohhütten standen dort neben einzelnen größere Bäume, wie z.B. Mangos und vor allem Sträuchern, die von allgegenwärtigen Ziegen kahlgeknabbert werden.

« Unsere Vision ist ein ökologisches Zentrum, in dem wir unsere verschiedenen Projekte gestalten und zudem eine Plattform für den Erhalt und die Weitergabe lokalen Wissens bieten.»

Da die Begrünung eines der wichtigsten Ziele für das Stück Land ist, muss eine ordentliche, d.h. vor allem ziegensichere Umzäunung her. Trotz der Pflanzung einer Hecke aus 2800 Sträuchern (und einem Versuch mit Maschendrahtzaun) stellt sich allerdings bisher heraus, dass Ziegen schlauer sind als Menschen. Essentiell für Grün in der Wüste ist außerdem Wasser. Im Juni 2015 haben wir deshalb einen Brunnen bohren lassen. 75 Meter tief, versorgt er das Gelände zuverlässig mit Wasser, das sogar zum Trinken geeignet ist. 2016 wurde der Brunnen um einen Hochtank inklusive Solarpumpe ergänzt.

Mittlerweile, d.h. 2018 wurde ein kleinerer, tatsächlich gut umzäunter Garten angelegt, der mithilfe von effizienter Tröpchenbewässerung bewirtschaftet wird. Hier wächst vor allem Gemüse, aber auch Moringa, die gegen verschiedenste Krankheiten hilft und z.B. als Tee getrunken werden kann. Auch Bienenvölker wurden hier angesiedelt, die nicht nur Honig liefern, sondern auch herumsummen und bestäuben werden.

Weiterhin pflanzen wir im inneren Teil rund 300 – 400 neue Bäume, die ebenfalls für Ernährung, traditionelle Medizin und andere Zwecke genutzt werden können und uns in Zukunft viel Schatten spenden sollen. Bei der Auswahl der Baumarten haben wir gemeinsam mit unserem „Kob Naaba“ (zu deutsch etwa: Landwirtschaftsberater) 16 verschiedene Baumarten identifiziert, welche wir gerne pflanzen möchten. Der zuständige Förster des Umweltministeriums hat uns zudem zu unseren Plänen beglückwünscht und ist dazu noch bereit, uns tatkräftig zu unterstützen.

Unsere erste Baumpflanzaktion von 150 Bäumen fand im August 2016 statt und war zunächst ein voller Erfolg. Die bestehenden 5 Baumarten bleiben natürlich erhalten, wobei einige Bäume bereits über 50 Jahre alt sind. Ebenfalls 2016 wurden Erdnüsse zur Förderung der Fruchtbarkeit des Bodens gepflanzt. Mithilfe für die Aktion fanden wir in den umliegenden Dörfen.

Als wir aber Anfang 2017 vor Ort waren und eine Inventur unserer Bäume vornahmen, waren wir etwas enttäuscht: Nur 40 unserer 150 Bäume hatten überlebt. Viele waren bereits der Trockenheit zum Opfer gefallen, da unsere Solarpumpe zu diesem Zeitpunkt noch nicht einwandfrei funktionierte. Zudem war das schon damals das Ziegenproblem ungelöst und weitere kleine Nager und Insekten freuten sich über willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan, was unseren Pflanzen leider weniger gut gefiel.

Wir konnten den Betrieb der Solarpumpe sicher stellen und haben dafür gesorgt, dass jeder Baum einen eigenen Korbschutz bekommt. Wir verstärkten den Zaun und leiteten Maßnahmen zur Bodenverbesserung ein – wie immer gemeinsam mit der lokalen Dorfbevölkerung, damit diese von den Investitionen und vor allem vom Know-How unserer Techniker profitieren.

In der Regenzeit von Juni bis September 2017 haben wir nochmals ca. 200 neue Bäume gepflanzt, wobei wir dieses Mal auf eine höhere Artenvielfalt geachtet haben, nicht zuletzt, um die Anfälligkeit für Schädlinge zu reduzieren.

Nun soll noch eine befestigte Piste gebaut werden, welche vom großen Eingangstor voran, bis nach hinten zur Solarpumpe führt. Anfang 2019 wurde ein Wirtschaftsgebäude gebaut, um Schulungen vor Ort zu ermöglichen und dadurch noch mehr Nachahmer zu finden. Ein vorher nach traditioneller Weise errichtetes Gebäude ist der Regenzeit zum Opfer gefallen. Wir haben deshalb beschlossen, dass in diesem Fall die Sicherheit vorgeht und deshalb modernere Baustoffe gewählt.

Vor Ort schauen immer wieder Freunde und Mitarbeiter von uns nach dem Rechten, düngen die Pflanzen mit dem Mist, der z.B. bei der Viehhaltung anfällt oder ernten Früchte aus dem Garten. Das Gelände wird also schon jetzt genutzt und genossen.

Information Du kannst dich ab sofort für eine Baumpatenschaft anmelden und damit Verantwortung für einen Baum in Burkina Faso übernehmen. Das Beste daran ist, wir erledigen die ganze Arbeit vor Ort. Du spendest einfach 100€ für einen großen Baum (Mango, Néré oder Karité) oder 50€ für einen kleinen Baum (Moringa, Guave oder Zitrus) und wir kümmern uns um alles andere.

Weitere Details zu unseren Baumarten findest du auf Wikipedia
Information MoringaGuaveZitrusMangoNéréKarité

» Projektposter Naturnaher Landbau – Permakultur (PDF)

Impressionen vor Ort


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Burkina Benefizz Rock @ DLRG-Heim, Baggersee Nimburg
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Burkina Benefizz Rock @ DLRG-Heim, Baggersee Nimburg | Teningen | Baden-Württemberg | Deutschland
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Baumpatenschaft in Burkina Faso

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