Wir träumen von Bäumen

Um genau zu sein, haben wir die Phase des Träumens hinter uns gelassen und sind seit nun mehr als einem Jahr dabei unsere Vision zu verwirklichen. Im letzten Jahr haben wir einen genauen Zeitplan erarbeitet, den wir auch zum größten Teil umgesetzt haben (vgl. Blogbeitrag: Naturnaher Landbau). Teilweise mussten wir Abstriche machen oder die Reihenfolge ändern, aber im großen Ganzen geht es besser voran als erwartet.

Zunächst ging es darum das Gelände einzuzäunen um die unzähligen Weidetiere (Kühe, Schafe, Ziegen u.a.) draußen zu halten. Da wir nicht warten wollten bis unsere Schutzhecke gewachsen ist, haben wir einen robusten Stacheldrahtzaun errichtet. Dieser ist zwar extrem arbeitsintensiv, dafür sind aber die Materialkosten niedriger als für einen Maschendrahtzaun der zudem leicht geklaut werden kann. Dadurch bleibt auch mehr Geld im lokalen Wirtschaftskreislauf: So verdienen die Händler aus dem Libanon und aus China etwas weniger, was den lokalen Arbeitskräften zugute kommt, die wir aus dem Nachbardorf rekrutiert haben. Der Zaun wurde Ende März fertig gestellt und so konnten die Pflanzungen beginnen.

Zuvor haben wir bereits die Setzlinge in einer Baumschule in Auftrag gegeben. Dort haben wir 2800 Akaziensträucher bestellt, wobei wir 4 verschiedene Arten ausgewählt haben die für verschiedenen Zwecke genutzt werden können und teilweise gefährdet sind. Die Sträucher wurden Ende Mai ringsum das Gelände entlang unseres Zaunes gepflanzt und werden einmal in den nächsten Jahren zu einer natürlichen Schutzhecke heranwachsen, die zudem Rückzugsraum für Kleintiere bietet.

Für die Pflanzung der großen Bäume, die ebenfalls für diesen Sommer angesetzt war, mussten die Vorbereitungen parallel umgesetzt werden. So wurde bereits seit Januar Viehdung angekauft und mit Pflanzenresten kompostiert um humusreichen Boden zu erhalten. Für jeden der 150 Bäume wurde ein Loch mit einem Meter Durchmesser und Tiefe gegraben und mit dieser Erde gefüllt, damit die Baumsetzlinge schnell anwachsen. Die ausgehobene Erde wurde halbmondförmig um das Loch platziert, um abfließendes Wasser direkt in das Baumloch zu leiten.

All diese Arbeiten wurden von unseren afrikanischen Partnern selbstständig durchgeführt und so war die Baumpflanzaktion selbst vergleichsweise einfach. Jedenfalls wollte ich es mir nicht nehmen lassen selbst daran teilzunehmen und konnte meinen Aufenthalt so planen, dass ich zu dem Zeitpunkt selbst dabei war. Gemeinsam mit unseren Freunden haben wir Anfang August 150 Baumsetzlinge eingepflanzt. Auch wenn es sehr schwülheiß war und die Arbeit körperlich anstrengend, hat es doch großen Spaß gemacht. Dabei hatten wir viel Glück mit dem Wetter, denn wir konnten alle Bäume noch trockenen Fußes einpflanzen bevor abends der Regen einsetzte. Danach regnete es 6 Tage in Folge, was natürlich für uns und unsere Bäume ein großer Glücksfall war.

Wie man sieht ist das Projekt mit viel Einsatz verbunden. Gerne können auch Sie Verantwortung übernehmen und Baumpate werden. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie 100 € für einen großen Baum (Mango, Néré oder Karité) oder 50 € für einen kleinen Baum (Moringa, Guave oder Zitrus) spenden würden.

Sie möchten Movement Baumpate werden? – Dann melden Sie sich bitte hier an!

» Unsere Projektseite mit vielen weiteren spannenden Informationen und Fakten zu dem Projekt „Naturnaher Landbau“ finden Sie hier.

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Burkina-Abend bei der Interkultu... @ Schlosskeller Emmendingen
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